Das Selective Service System der USA sucht nach Software, die der Regierung helfen könnte, den Personal-, Finanzierungs- und sonstigen Ressourcenbedarf zu berechnen, falls ein nationaler Notfall zur Rückkehr der Wehrpflicht führen sollte.
Vladlena Baranova, Head of Legal & AML Compliance Department, erklärt, was das für Amerikaner bedeutet.
Wer ist beim Selective Service System registriert?
Männliche US-Einwohner im Alter von 18 bis 25 Jahren sind beim Selective Service System registriert. Die unabhängige Bundesbehörde bereitet eine Einberufung vor und führt diese durch, wenn eine solche genehmigt wird.
Die Behörde führt außerdem eine separate Datenbank auf der Grundlage von Berufszulassungsunterlagen für Personen, die in bestimmten Gesundheitsberufen tätig sind. Diese Datenbank könnte genutzt werden, falls die Regierung eine spezialisierte Einberufung einführt, um einem dringenden Mangel an medizinischem Fachpersonal entgegenzuwirken.
Die Behörde hat Technologieanbieter aufgefordert, Angebote für eine Bereitschaftssimulationsplattform einzureichen[1]Quelle: Government Executive. Das vorgeschlagene System würde den gesamten Mobilisierungsprozess modellieren und den Behörden helfen, potenzielle Risiken zu erkennen, bevor eine Einberufung aktiviert wird.
Automatische Registrierung beginnt im Dezember
Zeitplan für die Beschaffung:
- Aufforderung zur Angebotsabgabe gestartet am 22. Juli 2026.
- Frist für Fragen der Lieferanten war der 28. Juli 2026.
- Frist für Angebote ist der 14. August 2026.
Die neue Plattform würde es dem Selective Service System ermöglichen, verschiedene Notfall- und Mobilisierungsszenarien zu testen, ohne eine reale Einberufung einzuleiten.
Gemäß den Beschaffungsanforderungen muss die Software in der Lage sein:
- den gesamten Prozess von der Registrierung bis zur Mobilisierung zu modellieren;
- Szenarien zu unterstützen, die von staatlichen Planern angepasst werden können;
- den Personal- und Ressourcenbedarf zu berechnen;
- Analysen für Behördenleiter und operative Teams bereitzustellen;
- die Folgen plötzlicher Nachfrageanstiege zu bewerten;
- mögliche Verzögerungen, Engpässe und operative Nadelöhre zu identifizieren;
- die Führung Planung und das staatliche Berichtswesen zu unterstützen;
- anonymisierte und aggregierte Informationen zu verwenden;
- in einer von der Behörde ausgewählten Cloud-Umgebung zu funktionieren;
- unabhängig von der US-Regierung gewartet zu werden.
Das Eigentum der Regierung würde es dem Selective Service System ermöglichen, die Software zu aktualisieren und zu betreiben, ohne in einem Notfall vollständig auf einen externen Auftragnehmer angewiesen zu sein.

Vladlena Baranova,
Leiterin der Rechts- & AML-Compliance-Abteilung, CAMS, IMCM
Die Beschaffung erfolgt im Vorfeld einer umfassenden Änderung des Registrierungssystems des Selective Service. Ab dem 18. Dezember 2026 wird von berechtigten männlichen US-Einwohnern im Alter von 18 bis 25 Jahren nicht mehr erwartet, dass sie sich selbst registrieren. Stattdessen wird das Selective Service System sie automatisch unter Verwendung von Informationen registrieren, die in anderen Bundesdatenbanken verfügbar sind.
Was das Projekt für die Öffentlichkeit bedeutet
Die Software würde nicht eigenständig darüber entscheiden, wer einberufen werden soll. Ihr Hauptzweck bestünde darin, den Behörden zu helfen zu verstehen, wie viele Personen und Ressourcen unter verschiedenen Notfallbedingungen benötigt werden könnten.
Höhere Mobilisierungsbereitschaft
Die Plattform könnte die für die Organisation einer Einberufung erforderliche Zeit erheblich verkürzen. Die Behörden könnten Richtlinien testen und operative Anforderungen berechnen, bevor ein Notfall eintritt.
Verstärkte Nutzung von Bundesdaten
Die Einberufungsplanung hängt zunehmend von Informationen ab, die bereits bei Regierungsbehörden vorliegen. Dies wirft Fragen darüber auf, wie Daten ausgetauscht, gesichert und verwendet werden.
Schnellere behördliche Entscheidungsfindung
Automatisierte Modellierungen könnten es den Behörden ermöglichen, verschiedene Mobilisierungsstrategien schnell zu vergleichen. Sie könnten auch Personalengpässe und logistische Probleme aufdecken, die andernfalls erst nach Beginn einer Einberufung sichtbar werden würden.
Erneute öffentliche Diskussion über die Wehrpflicht
Obwohl die Beschaffung nicht die Rückkehr der Wehrpflicht darstellt, kann sie die Aufmerksamkeit darauf lenken, wie eine moderne US-Einberufung ablaufen würde und wer betroffen sein könnte.
Immer mehr Amerikaner blicken ins Ausland
Die Zahl der amerikanischen Anträge für Investitionsmigrationsprogramme hat sich im Jahr 2025 Berichten zufolge verdoppelt[2]Quelle: Conde Nast Traveller.
Für viele Antragsteller bedeutet der Erwerb eines Zweitpasses nicht, die Vereinigten Staaten sofort zu verlassen oder die US-Staatsbürgerschaft aufzugeben. Er bietet einen zusätzlichen Wohnort sowie größere Reisefreiheit in Zeiten politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Unsicherheit.
Die Staatsbürgerschaft kann durch Einbürgerung oder in einigen Ländern durch eine Investition erworben werden. Investitionsprogramme bieten im Allgemeinen den schnellsten Weg und können es dem Ehepartner, den Kindern und anderen finanziell abhängigen Angehörigen des Investors ermöglichen, ebenfalls einen Antrag zu stellen.
Die folgende Tabelle vergleicht die wichtigsten Staatsbürgerschaftsprogramme nach Mindestinvestition, Erwerbsdauer, visafreiem Zugang und Teilnahmeberechtigung für Familienmitglieder.
Vergleich der Programme für die zweite Staatsbürgerschaft
Für Amerikaner, die sich Sorgen darüber machen, wie sich eine zukünftige militärische Einberufung auf sie oder ihre Familien auswirken könnte, kann eine zweite Staatsbürgerschaft mehr Freiheit und Sicherheit bieten. Sie kann einer Familie ein weiteres Land bieten, in dem sie leben, arbeiten oder studieren kann.
Die Rechtsanwälte von Immigrant Invest helfen Antragstellern dabei, Länder zu vergleichen, die richtige Option auszuwählen und einen Zweitpass zu beantragen.










