Zusammenfassung
Das Portugal Golden Visa erreicht neue Höhen: 4.987 genehmigte Anträge im Jahr 2024. Die Zahl übertrifft den bisherigen Höchststand von 2017 und macht 2024 zum erfolgreichsten Jahr für das Land.
Erfahren Sie, was hinter diesem Boom steckt und warum so viele Menschen den Antrag so schnell wie möglich stellen.
Portugal hat im Jahr 2024 eine Rekordzahl an Anträgen für das Golden Visa genehmigt, was einen deutlichen Anstieg gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Rund 45.000 Anträge warten noch auf ihre Prüfung. Die Agentur für Integration, Migration und Asyl plant, die verbleibenden Anträge bis Ende 2025 zu bearbeiten.
Anders als Spanien beabsichtigt Portugal nicht, sein Golden Visa einzustellen oder die Bedingungen dafür zu verschärfen. Laut portugiesischen Medien beabsichtigt die Regierung, die „Effizienz des Golden Visa zu steigern“, um mehr internationale Investoren anzuziehen.
Portugal plant die Einführung neuer Steueranreize für ausländische Einwohner. Dies gab António Leitão Amaro, Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten, bekannt. Vollständige Details zur Initiative wurden jedoch noch nicht veröffentlicht.
Das NHR-Steuersystem (Non-Habitual Resident) galt in Portugal bis 2024. Es ermöglichte neuen Einwohnern, die Einkommensteuer 10 Jahre lang zu einem Pauschalsatz von 20% zu zahlen. Ein neues Steuerprogramm steht nun qualifizierten Fachkräften zur Verfügung, darunter Wissenschaftlern, Ärzten und Akademikern.
Warum sollten Investoren den Antrag unverzüglich stellen?
Portugiesische Gesetzgeber haben vorgeschlagen, die Einbürgerungsfrist von 5 auf 10 Jahre zu verlängern. Der Gesetzentwurf wurde von der Chega-Partei am 11. Juni 2025 eingereicht.
Unter den vorgeschlagenen Änderungen wären nur Staatsbürger portugiesischsprachiger Länder — wie Angola, Brasilien, Kap Verde, Guinea-Bissau, Äquatorialguinea, Mosambik, São Tomé und Príncipe sowie Timor-Leste — nach 6 Jahren Aufenthalt für die Staatsbürgerschaft berechtigt.
Auf der Website des portugiesischen Parlaments ist bereits eine Petition erschienen, die eine Übergangsfrist für Ausländer fordert, die sich zum Zeitpunkt des Inkrafttretens des neuen Gesetzes rechtmäßig im Land aufhalten. Wenn die Petition 7.500 Unterschriften sammelt, wird sie in einer Plenarsitzung des Parlaments behandelt.
Die vorgeschlagenen Änderungen umfassen auch:
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Vergabe der Staatsbürgerschaft an in Portugal geborene Kinder nur dann, wenn mindestens ein Elternteil seit 10 Jahren im Land lebt. Derzeit ist 1 Jahr ausreichend.
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Abschaffung des Rechts für Kinder ausländischer Staatsangehöriger, die in Portugal geboren wurden, die Staatsbürgerschaft nach 1 Jahr zu erwerben.
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Entwicklung eines neuen Integrations- und Staatsbürgerschaftstests, der Fragen zur portugiesischen Geschichte, Kultur und zu den Werten umfasst.
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Ablehnung der Staatsbürgerschaft für Personen, die wiederholt Respektlosigkeit gegenüber der Würde der Nation und ihrer Symbole gezeigt haben.
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Einschränkung der Anträge auf Familienzusammenführung, die von Einwanderern mit gültiger Aufenthaltserlaubnis eingereicht werden.
Der Gesetzentwurf wird derzeit im Parlament geprüft. Es wird erwartet, dass die Regierung in den kommenden Tagen weitere Details zu den vorgeschlagenen Änderungen bekannt gibt.
Derzeit müssen Inhaber eines Golden Visa nur 7 Tage pro Jahr in Portugal verbringen, um ihre Berechtigung für die Einbürgerung zu behalten.
Wie erhält man eine Aufenthaltserlaubnis in Portugal durch Investition?
Die Mindestinvestition, die für ein Portugal Golden Visa erforderlich ist, beträgt €250.000. Nach der Erfahrung der Rechtsexperten von Immigrant Invest dauert das Verfahren in der Regel mindestens 12 Monate.
Portugal bietet fünf Investitionsoptionen an:
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Unterstützung von Kunst und Kultur — ab €250.000.
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Kauf von Investmentfondsanteilen — ab €500.000.
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Investitionen in Forschungsaktivitäten — ab €500.000.
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Unternehmensinvestition — ab €500.000.
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Gründung eines Unternehmens, das mindestens 10 Arbeitsplätze schafft.
Familienmitglieder können in den Antrag aufgenommen werden. Dazu gehören der Ehepartner, Kinder unter 26 Jahren und finanziell abhängige Eltern.




